02 Juni 2010 von Oliver

Das 1×1 für erfolgreiche 24-Sales: Heute hier, morgen dort

Und weiter geht es mit meinem Crash-Kurs für Rabattverkäufe, meinem 1×1 für erfolgreiche 24-Sales!

Rabatte freuen neue Kunden. Aber stoße ich damit nicht all meinen Kunden vor den Kopf, die zum regulären Preis gekauft haben?

Berechtigte Frage. Aber. Lehrt uns nicht die allgemeine Lebenserfahrung, dass es beim Bauhaus heute den gleichen Akkuschrauber im Angebot gibt, den wir gestern bei Obi zum Listenpreis gekauft haben? That’s life. Kommt vor. Wahrscheinlich gibt es sogar so ziemlich alles, was ich diese Woche erstanden habe, nächste Woche irgendwo günstiger. Nur, in der Regel bekomme ich davon gar nichts mit! Veranstaltet man einen Sale auf einer Discount-Website, so wird der bestehende Kundenstamm davon wahrscheinlich so gut wie nichts erfahren (wenn doch, dann hast Du *wirklich* gute PR gemacht).

Anders sieht es aus, wenn man beabsichtigt, die Bestandskunden über die bevorstehende Aktion zu informieren. Und dazu rate ich unbedingt. Denn eine (PR-)Lawine kann nur ins Rollen kommen, wenn man sie lostritt.

Tatsächlich kontaktieren mich bei jeder Rabattaktion einige verärgerte Nutzer, die meist erst wenige Tage vor Ankündigung einer Rabattaktion gekauft haben (nicht alle sind wirklich verärgert – einige sind tatsächlich im Stande freundlich anzufragen ob sie den Rabatt auch im Nachhinein noch erhalten können). Meinen teuer erstandenen Akkubohrer kann ich beispielsweise zu Obi zurücktragen, und mir mein Geld zurückgeben lassen. Und gleich beim Bauhaus den gleichen wieder kaufen. Ist aber mit etwas Aufwand verbunden.

Trotzdem hat das vielleicht auch unser Softwarekunde schon gemacht und so verweise ich ihn höflich auf unsere 60-tägige bedingungslose Geld-zurück-Garantie. Bei meiner letzten Aktion haben vielleicht ein Duzend Kunden angefragt und diese Antwort erhalten. Knapp die Hälfte hat dann die Erstattung in Anspruch genommen und zum Rabattpreis neu gekauft. Im Beispiel geht ja der Obi letztlich leer aus, in diesem Fall hat sich lediglich mein Gewinn für eine Hand voll Käufe reduziert – dafür sind die Kunden zufrieden gestellt worden!

Dennoch bin ich mittlerweile dazu übergegangen, Kunden, die erst vor bis zu etwa einer Woche gekauft haben beim Mailing zunächst auszusparen. Weil, verschenken muss man ja auch nichts.

In meinem nächsten Beitrag gehe ich darauf ein, was es bei Wahl und Konfiguration des eCommerce-Providers zu beachten gilt.

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