50% auf Alles! (Außer Tiernahrung) – Mein 1×1 für erfolgreiche 24h-Sales
Ende April war es nun wieder soweit. Über die Seite BitsDuJour.com habe ich wieder einmal einen Rabattverkauf durchgeführt. Schon im letzten Jahr hatte ich das Thema 24-Rabattaktionen hier im Blog angeschnitten. Über ein Jahr lang hielt sich mein PDF Annotator auf dem ersten Platz der Liste der erfolgreichsten Sales auf BitsDuJour. Ich vermelde das nicht ganz ohne Stolz (hier seht Ihr mich zusammen mit Nico Westerdale, dem Eigentümer von BitsDuJour). Denn, es auf die #1 zu schaffen, heißt doch in der Regel, im Vorfeld einiges richtig gemacht zu haben.
In den nächsten Artikeln möchte ich etwas Bericht erstatten, welche nach meiner Meinung die Faktoren sind, um Rabattaktionen erfolgreich zu machen:
Mein 1×1 für erfolgreiche 24h-Sales.
Zunächst möchte ich nochmals auf meinen vorangegangenen Artikel verweisen, der die Fragen Warum überhaupt eine Rabattaktion durchführen? und Warum gerade 24 Stunden? abhandelt. Danach wollen wir uns mit Hochprozentigem beschäftigen:
Prozente, Prozente – aber wie viele?
Kurzzeitige Rabatte leben davon, dass diese wirklich substanziell sind. Gerade habe ich erst wieder eine Aktion einer US-Softwareschmide in der Inbox gehabt, dort wurde zum Anlass des Firmengeburtstags ein Produkt für $74.95 statt $79.95 angeboten. Auf den ersten Blick habe ich da gar nicht gesehen, dass überhaupt etwas vom Grundpreis abgezogen war! Lächerlich – das war mein erster Gedanke, und der bleibt für’s Image dieses Ladens jetzt bei mir eingeprägt.
Nach meiner Ansicht liegt der ideale Rabatt für diese Art von Promotion bei 50%. Alles unterhalb von 30% halte ich für lachhaft. Alles oberhalb von 50% halte ich wiederum für ohne Not verschenkten Profit. Fünfzig Prozent, das heisst “Halber Preis”, das ist einfach zu verstehen und gut zu erfassen. Und spätestens beim halben Preis schalten bei mir alle Ampeln auf “kaufen”.
Bei meiner letzten Aktion habe ich mich dennoch breitschlagen lassen, mal einen geringeren Preispunkt auszuprobieren. $27.95 lautete der Vorschlag. Angeblich hätte man bei BitsDuJour die Erfahrung gemacht, dass die höhere Nachfrage bei geringerem Preis sich praktisch immer auszahle. Erst bei Preisen unter $10-$15 wird es aufgrund der meist fixen Processing-Gebühren unwirtschaftlich.
Das Experiment habe ich gerne mitgemacht, obwohl ich früher stets davor scheute, Sonderpreise unterhalb meines regulären Upgrade-Preises anzubieten. Für viele Kunden könnte das ein Signal sein, dass es sich nicht lohnt Upgrades zum normalen Preis zu kaufen, sondern günstiger ist, auf die nächste Preisaktion zu warten, und dann einfach eine neue Lizenz zu erwerben. Naja, diesmal habe ich meine Zweifel in den Wind geschossen.
Leider kann ich vom Ergebnis her keinen echten Vergleich zwischen meinen letzten Preispunkten $27.95 (60% Rabatt) und $34.95 (50% Rabatt) ziehen. Einfach zu viele weitere Parameter waren hier unterschiedlich. Nach meinem Bauchgefühl liest sich der $27.95 Preis sehr gut, und dürfte mehr Impulskäufe provozieren als der höhere Preis. Andererseits hat das Ergebnis meiner letzten Aktion die vorangegangene nicht so deutlich übertroffen, als dass ich den Verlust von immerhin $7 Differenz pro Verkauf wieder hereingeholt sehe. Ich denke, ich bleibe bei meiner “50% is enough”-Regel.
Anders mag dies bei Produkten jenseits der $100-Grenze sein. So glaube ich kaum, dass Preise über $100 noch Impulskäufe auslösen können, zumindest nicht bei der BitsDuJour-Klientel. Auf der anderen Seite sieht ein 75% Rabatt bei einem $399 Produkt schon sexy aus. $300 gespart! Dafür bekäme man ganze 46,15 kg Kitekat Jagdschmaus mit Soße!
Ach übrigens: Tatsächlich konfiguriere ich meine 24h-Sale-Rabatte nie auf prozentuelle Werte. Eigentlich ist es zwar unwahrscheinlich, dass Großkunden sich mit solchen Rabattangeboten abgeben. Trotzdem möchte ich vermeiden, dass eine Firma, die eventuell Wochen gebraucht hat um sich für den Kauf einer stattlichen Zahl von Lizenzen durchzuringen, dann an just dem Tag bestellt, an dem alles nur die Hälfte kostet. Meine 24h-Sales gelten also stets nur für die Einzellizenz. Beim Grundpreis von $69.95 erstelle ich einen Coupon über $35, der automatisch an den Warenkorb übertragen wird und so entsteht der Endpreis von $34.95. Möchte jemand mehrere Lizenzen zum Sonderpreis kaufen, kann er das gerne tun, muss aber eben jede Lizenz einzeln erwerben.
In meinem nächsten Beitrag soll es darum gehen, wie man trotz Rabatt seine bestehenden Kunden nicht enttäuscht.

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