Man kann seine Kunden auch vera…lbern.
Das nenne ich mal cleveres Marketing.
Sich abheben von den Rabattschlachten.
Die Mitbewerber mit einer grundehrlichen Preisgestaltung schlecht da stehen lassen.
Beim Kunden als “die Guten” in Erinnerung bleiben.
Das hatten die Marketing-Fachleute von Xerox wohl im Sinn, als sie für deren Newsletter texteten: “We’re making things simple for you”. Und dabei auch einige gängige Marketing-Techniken verteufelten: “No coupons, no mail in rebates, no 24-hour only specials”. Womöglich träumten sie schon vom Gang über den roten Teppich auf dem Weg zur Verleihung des Fair-Business-Awards.
Leider hat dann wohl doch noch der Abteilungsleiter drübergeschaut: “Schön gemacht, Jungs, jetzt packt noch einen Coupon-Deal drauf, wie immer, und raus kann das Ding”. Na, wenn der Chef das sagt… Herausgekommen ist dies:

Vielleicht ist dieser Text natürlich auch ganz anders entstanden. Eventuell hat man sich ja gedacht, warum die Kunden nicht auch mal spüren lassen, für wie blöd man sie hält.
Kein Coupons? Was genau ist der Unterschied zwischen einem Coupon und einem Promo Code, Xerox?
Keine 24-Stunden Deals? Na gut, dann eben vier Tage.
Nun ja, genug der Kritik. Für Xerox entsteht durch eine einzelne misslungene Email-Kampagne sicher kein Schaden. Aber für mich ist es ein schönes Beispiel, wie ich mein Marketing nicht handhaben möchte.
Unbeantwortet bleibt trotzdem die Frage, wie ethisch bestimmte Marketing-Techniken sind. Darüber sollten wir die Tage mal diskutieren…
